Der Ablauf in sechs Schritten
- Heimvertrag und EinzugsterminKlären Sie mit der Einrichtung, wann der Einzug ist und welche eigenen Möbel erlaubt sind.
- Mietvertrag kündigenMieter können unbefristete Verträge in der Regel mit drei Monaten Frist kündigen (§ 573c BGB). Wer eine Vollmacht hat oder als Betreuer bestellt ist, beachtet zusätzlich die eigenen Vorgaben.
- Auswählen, was mitkommtEin Pflegezimmer ist klein. Wenige vertraute Möbel, Fotos, Lieblingsstücke, Kleidung für alle Jahreszeiten.
- Umzug ins HeimMöbel transportieren und aufbauen, Bilder und Erinnerungen so aufstellen, dass das Zimmer vertraut wirkt.
- Wohnung auflösenSpenden, verkaufen, entsorgen. Unterlagen und Wertsachen sichern.
- ÜbergabeBesenrein oder gereinigt, Zählerstände, Schlüssel, Protokoll.
Was ins Pflegeheim mitkommen sollte
- Ausweis, Krankenkassenkarte, Medikamentenplan, Brille, Hörgerät
- Kleidung für drei bis vier Tage mehr, als man denkt, mit Namen gekennzeichnet
- Ein vertrauter Sessel, eine Kommode oder ein kleines Regal, wenn erlaubt
- Fotos, Bilder, eine Lieblingsdecke
- Radio oder Fernseher, wenn die Einrichtung das zulässt
- Hilfsmittel wie Rollator oder Gehstock
Zuschuss der Pflegekasse und Steuer
Bei häuslicher Pflege kann die Pflegekasse Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlen, bis zu 4.180 Euro je Maßnahme (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Dazu kann ein Umzug in eine besser geeignete Wohnung gehören. Für den Umzug in ein Pflegeheim gilt das in der Regel nicht, weil dann keine häusliche Pflege mehr stattfindet. Entscheidend ist der Einzelfall, fragen Sie die Pflegekasse vorher.
Die Arbeitskosten der Wohnungsauflösung können als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG die Einkommensteuer mindern. Ob und für wen, klärt die Steuerberatung. Mehr im Ratgeber Seniorenumzug und Pflegekasse.
Mit Gefühl entscheiden
Für die betroffene Person ist der Abschied von der Wohnung oft schwerer als der Einzug ins Heim. Beziehen Sie sie in die Entscheidungen ein, so weit es möglich ist. Wenn sie nicht mehr selbst mitreden kann, hilft es, sich an früheren Wünschen zu orientieren. Fotografieren Sie Räume und besondere Stücke, bevor sie gehen.
Tipps zum Verkleinern stehen im Ratgeber Seniorenhaushalt verkleinern.
Wenn es schnell gehen muss
Oft wird ein Heimplatz kurzfristig frei, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt. Dann ist der Einzug in wenigen Tagen, die Wohnung aber noch komplett eingerichtet. In diesem Fall hilft eine Reihenfolge: zuerst das Zimmer im Heim einrichten, damit sich der Mensch dort zurechtfindet, danach in Ruhe die Wohnung auflösen, solange die Kündigungsfrist läuft.
Wenn Sie Unterstützung möchten
Wir übernehmen Umzug ins Heim und Wohnungsauflösung in einem Auftrag, mit kostenloser Besichtigung und Festpreis innerhalb von 24 Stunden. Mehr unter Wohnung auflösen beim Umzug ins Pflegeheim und Für Angehörige.
Häufige Fragen
Gibt es ein Sonderkündigungsrecht beim Umzug ins Pflegeheim?
Ein allgemeines Sonderkündigungsrecht gibt es dafür nicht. Es gilt in der Regel die Kündigungsfrist von drei Monaten für Mieter. Manche Vermieter sind zu einer früheren Aufhebung bereit, fragen Sie nach.
Was passiert mit den Möbeln, die nicht mitkommen?
Spenden, verkaufen oder entsorgen. Siehe Möbel spenden in Hannover.
Zahlt die Pflegekasse den Umzug ins Heim?
In der Regel nicht, weil der Zuschuss nach § 40 SGB XI die häusliche Pflege betrifft. Fragen Sie im Einzelfall bei der Pflegekasse.
Wer darf die Wohnung kündigen?
Die Mieterin oder der Mieter selbst, eine bevollmächtigte Person oder ein rechtlicher Betreuer mit Genehmigung des Betreuungsgerichts.
Wie schnell kann die Wohnung leer sein?
Den Termin legen wir nach der Besichtigung fest, auch am Wochenende.